|
||||
| PRODUKTE UND LÖSUNGEN | ||||

ASIEN: DAS WACHSTUM LIEGT HIER
Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Japan und der Einrichtung des neuen Geschäftsbereichs Asia-Pacific beginnt für die Eurohypo eine neue Epoche in ihrer Unternehmensentwicklung – sie erobert sich die wachstumsstärkste Region der Welt
In den Augen von Hendrik Gienow kann die Bedeutung der Region Asien/Pazifik für die Eurohypo gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: „Das ist ein ganz neues Kapitel in der Geschichte unserer Bank“, sagt der Leiter von Corporate and Investment Banking Asia-Pacific (CIBI Asia-Pacific).
Mit der Einrichtung des neuen Geschäftsbereichs treibt die Bank ihre Expansion in den asiatisch-pazifischen Raum voran. „Es ist für uns der entscheidende Schritt in vollkommen andere Kulturen. Wir haben die einmalige Chance, vom Potenzial der wachstumsstärksten Region der Welt zu profitieren.“
Tokio erster Zielmarkt
2006 ist die Eurohypo mit einem eigenen Büro in Japan an den Start gegangen. Inzwischen ist aus dem Liaison Office eine Tochtergesellschaft geworden. Von Eschborn aus treibt das neue erweiterte Business Development Asia-Pacific die Entwicklung weiterer Märkte in der Region voran.
Japan steht am Anfang der Erschließung der Region Asien/Pazifik. Tokio eignet sich als erster Zielmarkt in Asien ganz besonders: Die japanische Volkswirtschaft ist nach den USA die zweitgrößte der Welt. Das Land verfügt über einen hoch entwickelten Immobilienmarkt, der in Sachen Professionalität, Transparenz und Liquidität den anderen Investmentzentren der Welt in nichts nachsteht.
„Wir treten zu einem besonders günstigen Zeitpunkt in diesen Markt ein“, erläuterte Hendrik Gienow: Nach einer langen Phase der Rezession ist die japanische Wirtschaft in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen, auch die Binnennachfrage ist wieder angesprungen – die Unternehmen investieren und der private Konsum steigt.
„Unsere Zielkunden sind zunächst die großen internationalen Akteure, mit denen die Eurohypo schon in anderen Märkten zusammenarbeitet“, sagt er. Ein Spezialistenteam wird in sehr enger Zusammenarbeit mit den anderen Geschäftsbereichen unter den Bestandskunden nach Potenzial für das Asien- Geschäft suchen. Der Schwerpunkt des Neugeschäfts wird anfangs auf der Finanzierung von Büro- und Einzelhandelsimmobilien liegen.
Adressen in Hongkong und Singapur
Die Eurohypo (Japan) Corporation in Tokio wird nicht lange die einzige Adresse der Eurohypo in Asien bleiben. 2007 werden Vetretungen in Hong Kong für China und in Singapur für Südostasien folgen.
Die Aussicht auf Renditen im deutlich zweistelligen Bereich bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien zieht Investoren an – und damit potenzielle Kunden für Immobilienfinanzierer.
Eurohypo und Commerzbank nutzen Ressourcen gemeinsam
Als Teil der Commerzbank-Gruppe nutzt die Eurohypo, wo sie bereits vorhanden sind, Ressourcen der Konzernmutter. Das gilt für Tokio – hier teilen sich beide Banken eine Büroetage. Das gilt aber auch für Singapur, das eine wichtige Schnittstellenfunktion einnehmen wird, nicht zuletzt, weil die Commerzbank ihr Asien- Geschäft teilweise von dort aus steuert. „Wo es sich anbietet, werden wir an die bereits vorhandene Infrastruktur der Mutter andocken. Wir werden wertvolle Ressourcen gemeinsam nutzen“, erklärt Gienow dazu.
Indien einer der Schlüsselmärkte Asiens
Außer mit Japan, China und Südostasien beschäftigen sich er und seine Crew derzeit auch intensiv mit Indien. Das Land hat sich längst als Standort für hoch spezialisierte Dienstleistungen etwa aus dem IT-Sektor etabliert; Experten attestieren dem Land teilweise sogar noch größere Wachstumschancen als China.
Der wirtschaftliche Aufschwung in diesem Land gewinnt zunehmend an Breite: Nachdem in Städten wie Delhi, Mumbai und Bangalore die Löhne bereits deutlich gestiegen sind, rücken nun weitere Großstädte wie Hyderabad, Pune oder Kalkutta als Outsourcing-Standorte in den Mittelpunkt. Entsprechend dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Die Research-Experten der Deutschen Bank schätzen in ihrer aktuellen Studie zum indischen Immobilienmarkt, dass der Bestand innerhalb der kommenden drei Jahre um ein Fünftel – oder um 60 Mrd. US-Dollar – wächst.
Das Entstehen einer breiten Mittelschicht und das Bevölkerungswachstum stärken zudem die Massenkaufkraft, und eine konsumfreudige Bevölkerung verlangt nach modernen Einzelhandelsformen mit den dafür geeigneten Immobilien. „Indien bietet die besten Voraussetzungen für eine positive langfristige Entwicklung; das Land hat das Potenzial, einer der Schlüsselmärkte Asiens zu werden“, ist Gienow überzeugt.
Dass CIBI Asia-Pacific nicht nur große Pläne und faszinierende Perspektiven hat, sondern bereits erste Erfolge vorweisen kann, lässt sich am Beispiel Japan ablesen: Eine Reihe von Finanzierungen befindet sich in der Pipeline, bis zum Jahresende soll ein Neugeschäftsvolumen in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro realisiert sein.
Für Gienow ist das erst der Anfang: „Die Eurohypo hat sich Wachstum auf die Fahnen geschrieben, und hier lässt es sich am besten erzielen. Wir müssen nur die bestehenden Chancen beherzt ergreifen.“