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Parc Central de Nou Barris in Barcelona gewinnt 2007 den Preis der Eurohypo AG
Der International Urban Landscape Award (IULA) geht in diesem Jahr an den Parc Central de Nou Barris in Barcelona. Der Preis wird alljährlich von der Eurohypo AG, der führenden Spezialbank für Immobilien und Staatsfinanzierung, in Partnerschaft mit Topos, der internationalen Zeitschrift für Landschaftsarchitektur und Stadtgestaltung, und dem Magazin A&W Architektur&Wohnen ausgelobt. Am Freitag, den 5. Oktober, wurde der Preis in Frankfurt am Main feierlich übergeben. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro kommt dem Gewinnerprojekt zugute.
Der in diesem Jahr fertiggestellte, zweitgrößte Park der katalanischen Hauptstadt überzeugte die internationale Fachjury durch seine Funktion als Naherholungsgebiet und sein außergewöhnliches Design. Darüber hinaus erfülle der Parc Central, so die Jury, eine wichtige integrative Aufgabe in einem schnell wachsenden und multiethnisch geprägten Viertel in Barcelona.
„Naturnah gestaltete Flächen in den Städten sind Inseln der Erholung und Stätten der Begegnung. In einem Zeitalter zunehmender Verstädterung der Welt leisten sie außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte Bernd Knobloch, Vorsitzender des Vorstands der Eurohypo AG, bei der Preisverleihung.
Die in Barcelona ansässigen Architekten und Landschaftsarchitekten Andreu Arriola Madorell und Carmen Fiol Costa hatten das Projekt „Parc Central de Nou Barris“ für den IULA 2007 eingereicht. Dem Entwurf des Parks lag die Aufgabe zugrunde, ein verbindendes Element in dem in mehrerer Hinsicht heterogen strukturierten Stadtteil Nou Barris zu schaffen. Inspiration für die Gestaltung des Parks waren die ersten kubistischen und sehr farbenfrohen Bilder des jungen Pablo Picasso, die der Maler 1909 in La Horta de San Juan (Katalonien) malte. Das Dreieck als die flexibelste geometrische Form wurde zum gestalterischen Leitmotiv des Parks. Dreieckige Holzkonstruktionen, die künstlichen Palmen ähneln, sind daher auch die Symbole des Parks. Sie stehen – einzeln oder zu mehreren – an zentralen Stellen zusammen, spenden tagsüber Schatten und beleuchten den Park in der Nacht. Die grundlegenden Elemente dieses mediterranen Gartens sind Bäume, Rasenflächen, Wasserbecken, Wege und gekachelte Wände, die harmonisch in die unterschiedlichen Ebenen des Parks eingepasst sind. Der Parc Central lädt zu gemütlichen Spaziergängen ebenso ein wie zum ausgelassenen Spielen auf den großzügig gestalteten Spielplätzen.
Eingereicht wurden insgesamt rund 60 Beiträge, unter anderem aus den USA, Mexiko, der Schweiz, Polen, Großbritannien, Deutschland, Niederlande und Spanien. Neben dem Gewinnerprojekt waren vier weitere Projekte für den Preis nominiert:
Eine internationale Expertenrunde, zu der auch der Schirmherr der Veranstaltung, Klaus Töpfer – früherer Minister für Städtebau und ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) – gehörte, diskutierte im Anschluss an die Überreichung des Preises über die Herausforderungen des Klimawandels für die Megacitys.