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| PRODUKTE UND LÖSUNGEN | ||||
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Am 27. September 2006 wurde in Frankfurt am Main der erste International Urban Landscape Award verliehen. In 2006 beschränkte sich die Ausschreibung auf Projekte, die in Deutschland realisiert wurden.
Insgesamt 79 Bewerbungen wurden eingereicht.
Die Jury vergab den mit 50 000 Euro dotierten Award an den Riemer Park in München als beispielhaft neu gestalteten städtischen Freiraum. Daneben erhielten vier weitere Anlagen eine Würdigung.
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Auf dem ehemaligen Flughafen München-Riem ist nach den Entwürfen des französischen Landschaftsarchitekturbüros Latitude Nord ein in der Form einzigartiger moderner Park entstanden, der dennoch in der Tradition klassischer Landschaftsgärten steht.
Der Park mit seinen dominierenden Wegeachsen und geometrisch angelegten Waldstücken zeigt einen eigenständigen Charakter, der sich im Laufe der Zeit noch stärker entwickeln wird. Zugleich verbindet diese große Freifläche den neuen Stadtteil Messestadt Riem mit den umliegenden Gemeinden.
Der großzügig gegliederte Park mit Spielflächen, Badesee und Rodelhügel erlaubt sowohl heute vielfältige Nutzung wie er auch Möglichkeiten für spätere Nutzer lässt, deren Interessen heute noch nicht zu ahnen sind.
Ausgezeichnet wurde mit dem Award ein mutiger landschaftsarchitektonischer Entwurf ebenso wie der weise Entschluss des Münchner Stadtrates, an dieser Stelle einen sehr großen Erholungspark vorzusehen.
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Nach jahrelanger heftiger Diskussion wurde in prominenter Lage inmitten Berlins das Holocaust Mahnmal nach Plänen von Peter Eisenman errichtet. Das überwältigende Stelenfeld entwickelte sich zu einer der größten Attraktionen der Stadt, das zu neuen Debatten über die Nutzung von Mahnmalen führte.
Das Stelenfeld der 2711 unterschiedlich hohen, gedrängt stehenden Betonquader ist von allen Seiten frei begehbar. Die Wege zwischen den Stelen heben und senken sich mit der Topographie. In einem 800 Meter großen unterirdischen „Ort der Information“ wird die Ermordung der Juden in ganz Europa dokumentiert.
Peter Eisenman sieht in seinem Entwurf für das Mahnmal keinen Ort der Schuld und Traurigkeit, sondern einen Ort der Hoffnung. Auch sei es ein „ortloser Ort“, ein scheinbar aus dem Raumgefüge losgelöster Ort. Er will den Besucher einer unbekannten Umgebung aussetzen, in der die festen Vorstellungen von Raum und Zeit in Frage gestellt werden.
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Der Westpark Bochum entstand auf dem Gelände des ehemaligen Bochumer Vereins und der Krupp Stahlindustrie am Rande der Innenstadt.
Kern des Parks bildet die Jahrhunderthalle, die ehemalige Werkhalle des Stahlwerks. Dieser besondere architektonische Ort inmitten der Industrielandschaft weist eine künstliche Topographie mit drei Plateaus auf. Zur Überwindung der Niveauunterschiede wurden Treppenanlagen entworfen, jeweils mit einem individuellen, dem Ort angepassten Charakter.
Mehrere Zugänge öffnen den Park zur Stadt. Ein Rundweg auf dem obersten Plateau verbindet alle Parkbereiche. Drei Fußgängerbrücken verbinden die Plateaus untereinander. Diese Brückenkonstruktionen bilden einen eleganten Kontrast zur eher robusten Form des Industrieparks.
Entlang des Rundwegs passiert der Besucher lichte Haine und dichte Gebüsche. Die Vegetation hat sich innerhalb von 20 Jahren angesiedelt und bleibt erhalten, sie macht die besondere Qualität des Westparks aus.
Sicherheit und Orientierung auch bei Nacht bietet ein Beleuchtungskonzept, das den Park in die Stadt integriert.
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Das Maurice Rose Airfield steht für eine außergewöhnliche Konversion einer ehemals militärisch genutzten Fläche. Die Geschichte der militärischen Nutzung bleibt nachvollziehbar, Beton- und Asphaltrelikte werden zu einem interessanten Pflanzenmosaik führen.
Das Gelände blieb in seinem Grundcharakter und seiner baulichen Struktur ablesbar: ein technisch geprägter Ort, der in seiner strengen Geometrie in einen natürlichen Raum gelegt wurde. Eine neue Brücke über die Nidda knüpft das Gelände an das Fuß- und Radwegenetz des Grüngürtels.
Das Besondere des neuen Freizeitgeländes ist der Umgang mit den Asphalt- und Betonflächen. Mehr als die Hälfte der versiegelten Fläche wurde aufgebrochen, in unterschiedlich große Teile und Korngrößen zertrümmert und wieder eingebaut. So entstand ein Mosaik unterschiedlichster Standorte, auf denen sich die Vegetation im Wege der Sukzession auch ganz unterschiedlich ansiedeln wird.
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In 107 Metern Höhe überspannt die Müngstener Eisenbahnbrücke das Tal der Wupper. An diesem tradierten Ausflugsort verdrängt ein neuer, dominant gestalteter Park wilde Parkplätze und schafft ein extravagantes Ausflugsziel.
Verfallene Gebäude am Fluss und dichte Vegetation wurden entfernt, die Wupper somit optisch freigelegt. Da die Wupper als Landschaftsschutzgebiet gilt, mussten die Planer den Zugang zur Wupper verhindern.
Dies erreichten sie mit Wiesenschollen und bis zu zehn Meter langen Brücken, die über das Wasser ragen. Auf zwei Plattformen am Ufer ist der Besucher dem Fluss ganz nahe, auf einer einzigartigen Schwebefähre gelangt man ans andere Ufer. Ein neuer Parkplatz außerhalb des Parks sorgt für Ruhe in der Anlage.
Der Brückenpark Müngsten betont seine Eigenständigkeit und Besonderheit inmitten des Naturraumes. Er verweist zusammen mit dem Technikdenkmal Eisenbahnbrücke auf die Industriegeschichte des Bergischen Landes.